Ausstattung

Ich benutze ein Tourenrad Breezer Liberty. Erworben habe ich das gute Stück im Februar 2016 bei Fahrrad Zilles in Mönchengladbach. Nach gut 6000 km wurde das Rad in den letzten Wochen überholt bzw aufgerüstet. Neue Ritzel ,neue Kette, Marathon Plus Bereifung, Gepäckträger für die Federgabel und Ergänzung der Elektrik um einen Kemo Fahrrad Dynamo-Laderegler mit USB der am Nabendynamo angeschlossen wurde. Dies wurde in Grevenbroich Gustorf bei „Der kleine Radladen“ durchgeführt. An dieser Stelle noch mal recht herzlichen Dank für die Unterstützung.

Die Routenplanung erfolgt über die App komoot. Hier habe ich die Route am Rechner geplant und auf das Handy geladen. Näheres zur Route im nächsten Post. Neben Stromversorgung über den o.a. USB Laderegler verfüge ich noch über eine Anker Powerbank, zum laden benutze ich ein 5 Port USB Ladegerät. Denn neben Handy und Powerbank muss auch meine 4K DBPower Cam, die ich für Bilder und Videos benutze geladen werden.

Route und Blog

Für die Planung der Route habe ich mich an klassischen Routen die in der Outdoor Buchreihe beschrieben sind orientiert.

Ich habe mich entschieden über den Jakobsweg via Colonensis nach Trier einzusteigen. Ich werde dann von Grevenbroich aus an der Erft entlang im Bereich Euskirchen Bad Münstereifel auf diese Route stoßen.

Von Trier aus führt mich mein Weg dann über Metz und Auxerre nach Vézelay.

Ab Vézelay folge ich dann dem Jakobsweg via Lemovicensis nach Saint-Jean-Pied-de-Port am Fuss der Pyrenäen. Bei Limoges passiere ich auf diesem Wege denn westlichen Rand des Zentralmassives.

Mit Saint-Jean-Pied-de-Port hoffe ich mein diesjähriges Etappenziel zu erreichen.

In den nächsten Jahren steht dann der Rest des Weges an. Der Camino Francés über Pamplona, durch die Rioja, durch Kastilien und Galicien.

Beim Blog unterstützt mich mein Sohn mit seiner Firma www.flintz-design.de.

Ab heute werde ich euch auch über die letzten Startvorbereitungen auf dem laufenden halten

Packen

Den heutigen Abend habe ich damit verbracht die letzten Reiseutensilien zusammenzutragen und zu verpacken. Neben Bekleidung,Regenschutz und die bereits vorgestellte Literatur, etwas für medizinische Notfälle, einiges für technische Notfälle:

Ein Mac Gyver Set

(für die älteren von euch ein Begriff 😎)

Für plötzliche Hungerattacken und/oder Schwächeanfälle:

Was natürlichen auch nicht fehlen darf, das äußere Zeichen für die Jakobspilgerschaft:

Vielen Dank an Beccy und Richard für diese Jakobsmuschel und die Nachbildungen aus Ton bzw. Holz. Diese werden mich auf meinem Weg begleiten.

Letzte Vorbereitungen und Reisesegen

Heute Morgen habe ich das Fahrrad beladen und eine Runde gedreht um das Gewicht gut verteilt ist. Nach geringfügigen Korrekturen durch umpacken war das Fahrgefühl okay. Um 09:15 habe ich in meiner Heimatpfarrei St. Stephanus Elsen die Messe besucht. Im Anschluß an die Messe erhielt ich durch Pfarrer Breu den Reisesegen. Dafür noch Mal herzlichen Dank.

Bei diesem Besuch habe ich auch meinen ersten Stempel im Pilgerausweis eingefügt:

Erste Etappe

Gegen 07:00 habe ich mich heute morgen auf den Weg gemacht.

Nach 102 KM habe ich heute Nachmittag Blankenheim erreicht und in der Jugendherberge Unterschlupf gefunden.Ich habe kurzfristig gestern Abend die Route etwas angepasst. Kevelaerpilger Heinz Josef hatte sich angeboten mich im Bereich Bedburg zu begleitenden. So haben wir uns kurz vor Bedburg an der Erft getroffen und sind ein Stück gemeinsam gefahren. Am südlichen Ortsrand Bedburg hat er mich dann verabschiedetDie Tour war insgesamt anstrengend,weil auch der Wettergott nur bedingt mitspielte. Streckenweise Aprilwetter Regen,Sonne, Graupel und Wind. Und der kommt ja beim radfahren stets von vorn 😀😉.Bei regenerischem Wetter habe ich einen Boxenstopp an der Erftquelle gemacht.So jetzt wird sich auf morgen vorbereitet.

Von Blankenheim nach Echternach

Meine heutige Etappe führte mich nach dem Start um 08:45 Uhr über Ormont,Prüm,Irrel nach Echternach. Nach 113 KM habe ich gegen 18:00 Uhr in der Jugendherberge hier eingecheckt.

Leider waren in Ormont beide Stempelstellen nicht besetzt.

In Prüm herrschte Baustellenchaos vor und in der Abtei

Ein Teil der Strecke führte über stillgelegte Bahnstrecken. Die haben den Charme, das sie nur moderate Steigungen aufweisen.

😎

Heute hatte ich deutlich mehr Regen als gestern. Und die Schauern kamen natürlich immer auf freier Strecke😰 .

Und in Echternach war die Besucher Info im Dom schon geschlossen..

Nach dem Essen ist gleich duschen und ruhen angesagt.

Jugendherberge ist Top ausgestattet, Blick von außen:

Blick von der Terrasse:

Fahrt nach Trier

Kurz nach 8:00 Uhr bin ich in Echternach aufgebrochen. Die innige Stimme der komoot app habe ich nach 2 Tagen wegweisender Begleitung auf den Namen Schnucki getauft. In Erwartung einer ruhigen Flußradtour ließ ich mich von Schnucki bei kühlem Wetter mit Hochnebel an der Sauer entlang schicken. Doch bereits nach wenigen Kilometern ging es steil hoch. Der Hochnebel wurde, ohne das er seine Position änderte zum Bodennebel 😡 . Nach einigen Kilometern über die Höhen der Südeifel gab es eine tolle Abfahrt hinab nach Trier.

In Trier absolvierte ich erst das touristische muß : Die Porta Nigra .

Ein Besuch des Doms schloss sich an (inklusive Pilgerstempel)

In Trier darf natürlich das einzige Apostelgrab nördlich der Alpen nicht fehlen. Grüße an alle Trierpilger,die regelmäßig das Matthiasgrab besuchen.

Von Trier über den Moselradweg

Nach dem Besuch von Trier entsprach die Route die Schnucki zum besten gab meinen morgendlichen Vorstellungen vom ruhigen Flußradeln.

Vorbei an Weinbergen auf beiden Seiten der Mosel, die hier die Grenze zwischen Deutschland und Luxemburg bildet. Auch zahlreiche tierische Mitbewohner tummelten sich auf und am Wasser.

Am Dreiländereck bei Schengen konnte man sehr gut sehen was Europa heute ausmacht:

Freie Überfahrt nach Schengen hinein. An der Ortsausfahrt aus Schengen hinaus konnte man die Grenze zwischen Luxemburg und Frankreich nur an einem alten Grenzstein und am unterschiedlichen Strassenbelag erahnen.

Weiter ging es durch Lothringen Richtung Metz. Neben tollen Landschaften tauchten allerdings irgendwann die hässlichen Kühltürme der Kernkraftwerke bei Thionville auf.

Ca. 20 km vor Metz und nach 122 km habe ich jetzt ein nettes Hotel gefunden und werde mich auf den morgigen Tag einstimmen.

Ich hoffe nochmal bis Metz auf ruhiges Flußradeln von Schnuckis Gnaden .

4 Etappe

Die heutige Etappe startet in Talange nördlich von Metz. Das entspannte Flußradeln vom Vortag fand seine Fortsetzung und führte mich direkt nach Metz zur Kathedrale St. Ètienne, zu deutsch Stephansdom (Grüße nach Elsen)

Das anschließende Flußradeln fand dann weiter südlich kurz vor Nancy ein abruptes Ende, weil Schnucki eine Abkürzung kannte. In einem Dörfchen namens Dieulouard ging die Tour auf einmal mächtig bergauf, um dann am Ende eines Hochplateau in einen Waldweg wieder ins Moseltal hinab zuführen. Anfangs ein Fahrweg verjüngte sich das ganze zu einem Pfad.

Seht hier im Video:

Aber dann wenige Höhenmeter über der Mosel verlor sich der Pfad in einem Wasserlauf. Da erkannte ich die Bedeutung des Hinweises bei Komoot: An einigen Stellen muss das Rad getragen werden.Hinter dem Fahrrad über das Geröll führte der Weg 😡Das war der Moment, als Schnucki einen männlichen Kosenamen bekam: Du Ar……Bis zur Kathedrale von Toul, ebenfalls ein Stephansdom, hatte ich mich beruhigt.Da es noch früher Nachmittag war, habe ich noch den nächsten Höhenzug in Angriff genommen.Im Dunst liegt hier Toul, hier habe ich die Mosel endgültig verlassen. Mich hat es nach 111 km nach Vaucouleurs verschlagen, an der Grenze zum Burgund. Von hier ist Jeanne d`Arc losgezogen. In einem Nachbarort habe eine nette Pilgerherberge gefunden.Und Morgen geht es weiter.